Praxis-Website erstellen lassen: Kosten 2026 im Vergleich
Praxis-Website erstellen lassen: Marktspannen für Baukasten und Agentur, laufende Kosten, was die Praxis rechtlich selbst trägt und wie ein Mietmodell rechnet.
Was kostet es, eine Praxis-Website erstellen zu lassen? Das Ärzteportal medizinio.de nennt für eine professionelle Praxis-Website 2.000 bis 15.000 Euro einmalig, je nach Anbieter. Ein Baukasten liegt nach derselben Quelle bei 12 bis 30 Euro im Monat. Der Ratgeber experte.de nennt für eine komplette Website von einer Agentur 1.500 bis 20.000 Euro. Diese Spannen stammen von Dritten und sind Marktwerte, keine Angebote. Wie viel Ihre Praxis zahlt, hängt vom Umfang ab.
Die Zahl auf dem Angebot ist nur ein Teil der Kosten. Dazu kommen die laufenden Kosten und die Pflichten, die eine Praxis-Website mit sich bringt, egal wer sie baut. Dieser Beitrag ordnet beides ein. Er gehört zum Themenbereich Kosten. Den branchenübergreifenden Vergleich liefert der Beitrag Was kostet eine Website 2026.
Was kostet eine Praxis-Website? Die Marktspannen im Überblick
Die folgende Tabelle gibt nur Zahlen wieder, die in den genannten Quellen stehen. Alle Quellen wurden am 12.10.2026 geöffnet.
| Weg | Einmalige Kosten | Laufende Kosten | Quelle |
|---|---|---|---|
| Baukasten (selbst bauen) | 0 € | 12 bis 30 € im Monat | medizinio.de |
| Freelancer | 2.000 bis 8.000 € | 15 bis 50 € im Monat | medizinio.de |
| Agentur mit individuellem Webdesign | 5.000 bis 15.000 € | 15 bis 50 € im Monat | medizinio.de |
| Service- oder Abo-Modell | 0 € | 40 bis 90 € im Monat | medizinio.de |
| Agentur, komplette Website | 1.500 bis 20.000 € | keine Angabe | experte.de |
| Mietmodell mcmedia, Paket Starter | 490 € Setup | 99 € im Monat | Seite „Preise“ von mcmedia |
Die zwei Quellen nennen unterschiedliche Spannen für Agenturen. Das ist normal, denn der Umfang einer Praxis-Website reicht von einer einseitigen Visitenkarte bis zu einer Seite mit Leistungsseiten für jedes Fachgebiet. Beide Seiten weisen darauf hin, dass die Preise nach oben offen sind oder vom Anbieter abhängen. experte.de nennt für die Agentur-Spanne kein Datum, medizinio.de ebenfalls nicht. Prüfen Sie jede Zahl deshalb gegen ein konkretes Angebot.
Die Zeile zum Mietmodell ist keine Marktspanne, sondern der Preis von mcmedia für das kleinste Paket. Sie steht neben den Zeilen für Service- oder Abo-Modelle. medizinio.de rät dazu, nicht nur den Startpreis zu prüfen, sondern die Gesamtkosten über die geplante Nutzungsdauer, und weist darauf hin, dass sich Abo-Modelle über fünf Jahre teils auf ein Vielfaches der Festpreis-Alternative summieren. Rechnen Sie deshalb immer über den gesamten Zeitraum. Beim Paket Starter ergibt die Rechnung ohne Zusatzleistungen und ohne Rabatte nach 12 Monaten 1.678 € und nach 60 Monaten 6.430 €. Ob ein Festpreis oder ein Mietmodell günstiger ist, hängt davon ab, wie lange Sie die Website nutzen und was im Preis enthalten ist.
Was zum Preis dazukommt: laufender Betrieb
Eine Praxis-Website ist laufende Software. Jemand muss Hosting, Updates und Sicherheit im Blick halten und Inhalte ändern, wenn sich Sprechzeiten oder Ärzte ändern. medizinio.de rechnet für Hosting und Wartung 15 bis 50 Euro im Monat zusätzlich zur einmaligen Erstellung und nennt für Service- oder Abo-Modelle 40 bis 90 Euro im Monat. Fragen Sie jeden Anbieter, was davon im Angebot steht und was nicht:
- Wer macht Updates und Sicherheitsprüfungen, und was kostet eine Textänderung?
- Wem gehört die Website nach der Laufzeit?
- Wer pflegt Rechtstexte, wenn sich die Rechtslage ändert?
- Was passiert beim Anbieterwechsel?
Was die Praxis rechtlich selbst trägt
Diese Pflichten bleiben bei der Praxis, auch wenn eine Agentur baut. Dieser Abschnitt gibt Gesetzestext und Behördenaussagen wieder und ersetzt keine Rechtsberatung.
Impressum. § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes (DDG) verlangt, dass Diensteanbieter für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste bestimmte Informationen „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ ständig bereithalten, darunter Name und Anschrift (Gesetze im Internet, § 5 DDG).
Auftragsverarbeitung. Art. 28 Abs. 3 DSGVO bestimmt: „Die Verarbeitung durch einen Auftragsverarbeiter erfolgt auf der Grundlage eines Vertrags oder eines anderen Rechtsinstruments“ (EUR-Lex, DSGVO). Ob ein Hoster, ein Terminbuchungsdienst oder ein Kontaktformular-Dienst im Einzelfall Auftragsverarbeiter ist, klärt Ihr Datenschutzbeauftragter oder ein Anwalt.
Schriftarten von Google. Die Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen schreibt zu einer Abmahnwelle: Das Landgericht München I habe am 20. Januar 2022 (Az. 3 O 17493/20) dem Kläger gegen den Betreiber einer Website 100 Euro Schadenersatz wegen des datenschutzwidrigen Einsatzes von Google Fonts zugesprochen. Die Behörde ruft die Betreiber auf, ihre Seiten datenschutzkonform zu gestalten, und empfiehlt, die Schriftarten lokal einzubinden (LfD Niedersachsen). Fragen Sie jeden Anbieter, ob die Seite Schriften von externen Servern lädt.
Heilmittelwerbegesetz (HWG). § 11 Abs. 1 HWG regelt, womit außerhalb der Fachkreise für „Arzneimittel, Verfahren, Behandlungen, Gegenstände oder andere Mittel“ nicht geworben werden darf. Für operative plastisch-chirurgische Eingriffe nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c HWG nennt Satz 3 ein Verbot der Werbung „mit der Wirkung einer solchen Behandlung durch vergleichende Darstellung des Körperzustandes oder des Aussehens vor und nach dem Eingriff“ (Gesetze im Internet, § 11 HWG). Der Bundesgerichtshof hat dazu am 31. Juli 2025 (I ZR 170/24) entschieden, dass die Werbung mit Vorher-Nachher-Darstellungen für eine Nasen- oder Kinnkorrektur durch Unterspritzung mit Hyaluron unzulässig ist (BGH, Pressemitteilung Nr. 147/2025). Mehr dazu im Beitrag Vorher-Nachher-Bilder und BGH-Urteil 2025 und im Beitrag Rechtssichere Inhalte nach HWG.
Barrierefreiheit (BFSG). Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt nach § 1 Abs. 3 unter anderem für „Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr“, die für Verbraucher nach dem 28. Juni 2025 erbracht werden (Gesetze im Internet, § 1 BFSG). Nach § 3 Abs. 3 BFSG gilt die Pflicht nicht für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten (§ 3 BFSG). Ein Kleinstunternehmen beschäftigt nach § 2 Nr. 17 BFSG weniger als zehn Personen und erzielt entweder einen Jahresumsatz von höchstens 2 Millionen Euro oder hat eine Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Millionen Euro (§ 2 BFSG). Die Bußgelder regelt § 37 BFSG. Er nennt Geldbußen bis zu hunderttausend Euro in bestimmten Fällen und bis zu zehntausend Euro in den übrigen Fällen (§ 37 BFSG). Ob Ihre Praxis betroffen ist, hängt unter anderem von einer Online-Terminbuchung ab. Den Ablauf der Prüfung beschreibt der Beitrag BFSG und Arztpraxis-Website.
Mietmodell: wie mcmedia die Kosten aufbaut
Im Mietmodell zahlt die Praxis ein einmaliges Setup und danach einen festen Monatsbeitrag. Das Paket Starter kostet 99 € im Monat plus 490 € Setup und umfasst bis zu 5 Seiten. Alle Preise gelten gemäß § 19 UStG ohne Ausweis von Umsatzsteuer. Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate, danach ist der Vertrag monatlich kündbar. Der Beitrag deckt laut Angebotsseite Hosting in Deutschland, laufende Betreuung, Updates und Support-Stunden. Die Website gehört der Praxis auch nach der Laufzeit. Alle Bedingungen stehen auf der Seite Website mieten, die Pakete im Vergleich unter Preise. Wie der Ansatz für Praxen aussieht, beschreibt die Seite Websites für Arztpraxen. Eine eigene Rechnung für Ihre Praxis liefert der Preisrechner.
Die Pflichten aus dem vorigen Abschnitt bleiben auch im Mietmodell bei der Praxis. mcmedia baut mit Blick auf HWG, DSGVO und BFSG, ersetzt aber keine Rechtsberatung. Was für Ihre Praxis gilt, klären wir im Website-Befund gemeinsam.
Wer lokal gefunden werden will, braucht zusätzlich ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Den Ablauf beschreibt der Beitrag Local SEO für Praxen, das Angebot die Seite Local SEO Paket. Warum die eigene Website neben Portalen steht, ordnet der Beitrag Praxiswebsite oder Jameda und Doctolib ein. Woran Patienten eine gute Praxis-Website erkennen, steht im Beitrag Praxis-Website Beispiele.
Häufige Fragen
Was kostet es, eine Praxis-Website erstellen zu lassen?
Laut medizinio.de kostet eine professionelle Praxis-Website 2.000 bis 15.000 Euro einmalig, je nach Anbieter. Ein Baukasten liegt laut derselben Quelle bei 12 bis 30 Euro im Monat. experte.de nennt für Agenturen 1.500 bis 20.000 Euro. Zusätzlich fallen laufende Kosten an, laut medizinio.de 15 bis 50 Euro im Monat bei Freelancern und Agenturen und 40 bis 90 Euro im Monat bei Service- oder Abo-Modellen. Das sind Marktspannen, keine Angebote.
Brauche ich als Praxis einen Auftragsverarbeitungsvertrag?
Wenn ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet, verlangt Art. 28 Abs. 3 DSGVO einen Vertrag oder ein anderes Rechtsinstrument. Ob das für Ihren Hoster oder Ihr Terminbuchungstool gilt, klärt im Einzelfall ein Datenschutzbeauftragter oder ein Anwalt.
Muss meine Praxis-Website barrierefrei sein?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz erfasst unter anderem Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, die nach dem 28. Juni 2025 für Verbraucher erbracht werden. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG ausgenommen. Ein Kleinstunternehmen beschäftigt weniger als zehn Personen und hat entweder einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Millionen Euro. Ob Ihre Praxis darunter fällt, prüft im Einzelfall ein Anwalt.
Wem gehört die Praxis-Website nach dem Projekt?
Das regelt der Vertrag und sollte vor der Beauftragung feststehen. Fragen Sie jeden Anbieter schriftlich, ob Sie die Website bei einem Wechsel mitnehmen können.
Sind die Preise in diesem Beitrag verbindlich?
Nein. Die Marktspannen stammen von medizinio.de und experte.de und wurden am 12.10.2026 abgerufen. Für Ihre Praxis gilt nur ein konkretes Angebot.
Quellen
Alle Seiten abgerufen am 12.10.2026.
- medizinio.de, „Praxiswebsite erstellen lassen: Kosten & Webdesign“: medizinio.de/arztpraxis/praxismarketing/webdesign
- experte.de, „Homepage erstellen lassen“: experte.de/homepage-erstellen/erstellen-lassen
- Landesbeauftragte für den Datenschutz Niedersachsen, „Abmahnungen zu Datenschutzverstößen auf Webseiten vermeiden – Google Fonts lokal einbinden“: lfd.niedersachsen.de
- Bundesgerichtshof, Pressemitteilung Nr. 147/2025 vom 31.07.2025: bundesgerichtshof.de
- EUR-Lex, Verordnung (EU) 2016/679, Art. 28: eur-lex.europa.eu
- Gesetze im Internet: § 5 DDG, § 11 HWG, § 1 BFSG, § 2 BFSG, § 3 BFSG, § 37 BFSG
Wollen Sie wissen, was Ihre Praxis-Website kosten würde? Im kostenlosen Website-Befund schauen wir auf Ihre bestehende Seite und nennen Ihnen Paket, Laufzeit und Gesamtkosten. Mehr zum Angebot auf der Seite Websites für Arztpraxen.