Baukasten oder Agentur? Die ehrliche Entscheidung für Handwerksbetriebe
Website-Baukasten oder Agentur für den Handwerksbetrieb? Ein nüchterner Vergleich von Kosten, Zeit und Eigentum — mit klarer Entscheidungshilfe statt Verkaufsdruck.
Du brauchst eine neue Website für deinen Betrieb und stehst vor der Frage, die fast jeder Handwerker irgendwann stellt: selbst mit einem Baukasten bauen oder eine Agentur ranlassen? Die Werbung macht es nicht leichter — auf der einen Seite „Website ab 2,75 € im Monat, in einer Stunde fertig”, auf der anderen ein Agenturangebot, das ein Vielfaches kostet und Wochen dauert.
Dieser Beitrag vergleicht beide Wege nüchtern. Kein Verkaufsgespräch, keine Schönfärberei. Es geht um die drei Dinge, die wirklich zählen — Kosten, Zeit und Eigentum — und am Ende um eine ehrliche Entscheidungshilfe, mit der du für deinen Betrieb abwägen kannst.
Die Kurzfassung
Wer wenig Zeit hat, hier das Wesentliche: Ein Baukasten ist billig und sofort verfügbar — aber du baust selbst, die Arbeit frisst Zeit, die du im Betrieb nicht hast, und am Ende mietest du eine Seite, die an die Plattform gebunden ist. Eine Agentur kostet mehr und dauert länger — dafür bekommst du eine Seite, die für dein Gewerk und deine Stadt gebaut ist, und die dir gehört. Die Frage ist nicht „was ist billiger”, sondern „was bringt am Ende Aufträge — und wem gehört das Ergebnis”.
Was ein Baukasten wirklich ist
Ein Website-Baukasten wie IONOS, Jimdo, Wix oder Webador gibt dir einen Editor und eine Handvoll Vorlagen. Du ziehst Bausteine zusammen, tippst deine Texte ein, lädst ein paar Fotos hoch — fertig. Die Preise reichen von rund 2,75 € pro Monat bei den günstigsten Anbietern bis zu etwa 15 bis 40 € pro Monat für die KI-gestützten Pakete (websitewissen.com, blogmojo.de). Das klingt unschlagbar — und für eine reine Online-Visitenkarte kann es das auch sein.
Der Haken steckt nicht im Preis, sondern in zwei Dingen, die in der Werbung nicht vorkommen: deine Zeit und das Kleingedruckte beim Eigentum.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Einstieg | ab 2,75 € |
| Standard | ~15 € |
| KI-Paket | bis 40 € |
Monatliche Baukasten-Preise je nach Paket und Anbieter (websitewissen.com; blogmojo.de, Stand 06/2026).
Der versteckte Posten: deine Zeit
Beim Baukasten baust du selbst. Das heißt: Vorlage aussuchen, Texte schreiben, Bilder zuschneiden, Struktur aufbauen, alles fürs Handy prüfen. Realistisch sind das mehrere Tage Eigenleistung — und zwar deine, abends nach Feierabend oder am Wochenende. Zeit, die du nicht auf der Baustelle bist, ist im Handwerk bares Geld. Was beim Abo billig aussieht, wird teuer, sobald du deine eigenen Stunden ehrlich einrechnest.
Rechne es einmal durch: Sagen wir, du brauchst über mehrere Abende verteilt drei Tage, bis die Seite halbwegs steht. Setzt du deinen eigenen Stundensatz an — den, den du sonst auf der Baustelle verdienst —, ist der vermeintlich billige Baukasten plötzlich nicht mehr billig. Und das ist nur der Bau. Jede spätere Änderung, jedes neue Projektfoto, jede gesetzliche Anpassung kommt obendrauf und landet wieder bei dir. Der Abo-Preis ist die Spitze des Eisbergs; die eigene Arbeitszeit ist der Teil unter Wasser.
Das Kleingedruckte: dir gehört nicht alles
Eine Baukasten-Seite läuft auf der Plattform des Anbieters. Solange du zahlst, ist sie online. Kündigst du, ist sie meist weg — und in vielen Fällen lässt sich der fertige Aufbau nicht einfach mitnehmen und woanders weiterbetreiben. Du mietest, du besitzt nicht. Das ist dieselbe Abhängigkeit, die du von einem Verzeichnisportal kennst — nur unter anderem Namen.
Beim Baukasten gehört dir der Inhalt, aber selten das Fundament. Kündigst du, fängst du oft bei null an.
Was eine Agentur anders macht
Eine Agentur baut die Seite für dich — und das ist mehr als nur „jemand anderes klickt die Vorlage zusammen”. Drei Dinge sind substanziell anders.
Gebaut für dein Gewerk und deine Stadt
Eine gute Agentur-Seite ist keine austauschbare Vorlage. Sie benennt deine Leistungen einzeln — nicht „alles rund ums Bad”, sondern „barrierefreie Dusche”, „Badsanierung”, „Fliesenarbeiten”, weil genau danach gesucht wird. Sie schreibt dein Einzugsgebiet aus. Und sie ist darauf ausgelegt, in deiner Stadt gefunden zu werden — im sogenannten Local Pack, der Kartenansicht mit drei Betrieben, die Google oben anzeigt. Eine Baukasten-Vorlage bringt diese lokale Schärfe von Haus aus nicht mit; du müsstest sie dir selbst erarbeiten.
Schnell auf dem Handy — und sauber gebaut
Die meisten lokalen Suchen passieren am Smartphone, oft unterwegs mit wackeligem Netz. Lädt die Seite zu langsam, ist der schon warme Kontakt weg, bevor die Startseite steht. Eine sauber gebaute Seite lädt auf dem Handy in unter zwei Sekunden — das ist kein Zufall, sondern Sorgfalt beim Bauen: komprimierte Bilder, schlanker Unterbau, kein Ballast. Bei einer schweren Vorlage mit großen Fotos und drei Schriftarten musst du das selbst in den Griff bekommen.
Die Seite gehört dir
Der entscheidende Punkt: Bei der richtigen Agentur gehören dir am Ende deine Domain, deine Inhalte und der Code. Du sitzt nicht in einer Plattform fest, aus der sich nichts exportieren lässt. Achte genau darauf — denn ein unkündbarer Baukasten und eine Agentur, die dich nicht gehen lässt, sind dieselbe Falle. Eigentum heißt: Du kannst jederzeit umziehen, ohne bei null anzufangen.
Und die dritte Variante: „vom Neffen gebaut”
Es gibt einen Mittelweg, den fast jeder Betrieb kennt: Ein Bekannter, ein Familienmitglied oder ein Azubi „macht das mal eben” — mit einem Baukasten oder einem WordPress-Theme, oft kostenlos oder gegen einen Kasten Bier. Auf den ersten Blick die beste aller Welten: günstig wie der Baukasten, individueller als eine Vorlage.
In der Praxis ist genau diese Variante die häufigste Quelle für Seiten, die „nichts bringen”. Nicht weil der Neffe nichts kann, sondern weil drei Dinge fehlen, die man dem Ergebnis nicht ansieht: Niemand kümmert sich nach der Freischaltung weiter um die Seite, niemand hat sie auf lokale Auffindbarkeit ausgelegt, und wenn der Neffe umzieht oder keine Zeit mehr hat, kennt sich niemand mehr aus. Du hast dann eine Seite, an die du selbst nicht herankommst und für die es keinen Ansprechpartner gibt. Das ist teurer als es aussieht — nur fällt die Rechnung erst später an.
Die ehrliche Einordnung: Eine privat gebaute Seite kann als allererster Schritt in Ordnung sein. Als dauerhafte Lösung für einen Betrieb, der über die Website Aufträge gewinnen will, fehlt ihr fast immer dasselbe wie der Baukasten-Seite — nur mit einer Abhängigkeit von einer einzelnen Person obendrauf.
Die dritte Option: Festpreis-Agentur
Zwischen „billig selbst bauen” und „offene Agenturrechnung” liegt ein dritter Weg, der die Stärken bündelt: eine Agentur zum Festpreis. Du bekommst die Seite gebaut — für dein Gewerk, schnell auf dem Handy, lokal auffindbar — aber zu einem klaren Preis statt einem Stundenfass. Der ganze Markt versteckt seine Preise gern hinter „ab 759 €“-Lockvögeln; ehrlich ist ein Festpreis, in dem Pflege, Support und Umzug schon drinstecken. Wie sich so ein laufender Festpreis gegen Baukasten und klassisches Projekt rechnet, haben wir in der Kostenübersicht für Handwerker-Websites ehrlich durchgerechnet.
Die ehrliche Entscheidungshilfe
Es gibt keine Antwort, die für jeden stimmt. Es kommt darauf an, was deine Seite leisten soll:
- Baukasten kann reichen, wenn du nur eine schlichte Online-Visitenkarte brauchst, die Zeit zum Selbermachen hast und es dir nicht darauf ankommt, in der lokalen Suche ganz oben zu stehen.
- Eine (Festpreis-)Agentur lohnt sich, wenn die Seite Aufträge bringen soll — also in deiner Stadt gefunden werden, schnell laden, deine Leistungen klar benennen und dir gehören muss. Dann ist die scheinbar teurere Lösung am Ende die günstigere, weil sie etwas liefert, das der Baukasten von allein nicht kann.
So lässt sich der Vergleich auf einen Blick stellen — jede Zeile als das, was sie ist:
| Kriterium | Baukasten (DIY) | (Festpreis-)Agentur |
|---|---|---|
| Preis | ~2,75–40 €/Mo¹ | Festpreis ab ~99 €/Mo² |
| Wer baut? | du selbst, mehrere Tage Eigenleistung | die Agentur |
| Für Gewerk & Stadt gebaut | Vorlage, selbst zu schärfen | von Anfang an zugeschnitten² |
| Lokal auffindbar | nur Basis, selbst zu erarbeiten | auf Local Pack ausgelegt² |
| Tempo auf dem Handy | abhängig von Vorlage & Bildern | sauber gebaut, unter 2 s² |
| Eigentum | an die Plattform gebunden | Domain, Inhalte, Code gehören dir² |
¹ Baukasten-Preisspanne je nach Paket (websitewissen.com / blogmojo.de, 06/2026). ² Größenordnung am Beispiel eines Festpreis-Anbieters wie mcmedia; keine allgemeine Marktaussage.
Wo mcmedia ins Bild passt
Wenn deine Website Aufträge bringen und dir gehören soll, kommt es auf drei Dinge an — und genau darauf ist mcmedia ausgelegt: gefunden werden in deiner Stadt durch eine lokal aufgestellte Seite und ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, schnell und sauber gebaut statt schwere Vorlage, und nachvollziehbar statt nur behauptet — Aufrufe und Anfragen deiner Seite siehst du jeden Monat in einem Cockpit-Bericht.
Das Modell ist ein Festpreis statt einer offenen Rechnung: Starter ab 99 €/Monat zzgl. 490 € einmalig Setup, in der Pflege schon enthalten, mit Umzug und einem festen Ansprechpartner. Der Punkt ist nicht, der billigste Anbieter zu sein — sondern dass am Ende eine Seite steht, die dir gehört und in deiner Stadt gefunden wird, statt einer gemieteten Vorlage, die niemand findet.
FAQ
Ist ein Baukasten oder eine Agentur für Handwerker besser?
Das hängt davon ab, was die Seite leisten soll. Für eine schlichte Online-Visitenkarte mit viel Eigenleistung kann ein Baukasten reichen. Soll die Seite Aufträge bringen — lokal gefunden werden, schnell laden, deine Leistungen klar benennen und dir gehören —, lohnt sich eine (Festpreis-)Agentur, weil sie genau das liefert, was ein Baukasten von allein nicht kann.
Was kostet ein Website-Baukasten wirklich?
Die Abos reichen von rund 2,75 € pro Monat bei den günstigsten Anbietern bis etwa 15 bis 40 € pro Monat für KI-Pakete (websitewissen.com / blogmojo.de, 06/2026). Dazu kommt aber ein versteckter Posten: deine eigene Arbeitszeit, denn beim Baukasten baust du selbst — realistisch mehrere Tage, die du sonst im Betrieb wärst.
Gehört mir meine Website beim Baukasten?
Der Inhalt schon, das Fundament oft nicht. Eine Baukasten-Seite läuft auf der Plattform des Anbieters und lässt sich häufig nicht einfach mitnehmen. Kündigst du, fängst du in vielen Fällen bei null an. Achte sowohl beim Baukasten als auch bei einer Agentur darauf, dass dir Domain, Inhalte und Code gehören und du jederzeit umziehen kannst.
Lohnt sich eine Agentur, wenn ich nur einen kleinen Betrieb habe?
Gerade dann kann sie sich lohnen, wenn die Seite Aufträge bringen soll. Eine Festpreis-Agentur gibt dir den klaren Preis eines Baukastens und die Qualität einer maßangefertigten Seite — gebaut für dein Gewerk und deine Stadt, ohne offene Stundenrechnung.
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Alle Preisangaben beziehen sich auf den genannten Stand und können sich geändert haben.